Welche drei Versicherungen junge Menschen wirklich brauchen
Von Redaktion | 15. August 2009 | Kategorie: Versicherungen | Keine Kommentare »Azubis und Studienanfänger sollten sich gegen Krankheit, Haftungsansprüche und Berufsunfähigkeit absichern – Altersvorsorge je nach Budget schrittweise aufbauen
Im Spätsommer dieses Jahres beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt – sie starten eine Ausbildung oder ein Studium. Zu den vielen Dingen, um die sie sich jetzt kümmern müssen, gehört auch eine vernünftige Absicherung gegen die größten Risiken des Lebens. Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung sind dabei ein Muss. Darüber informiert aktuell der Finanzdienstleister Delta Lloyd.
Bei der Krankenversicherung haben Azubis freie Kassenwahl. Spätestens vierzehn Tage nach Ausbildungsbeginn muss der Abschluss erfolgen; in der Regel geschieht dies über den Arbeitgeber. „Studenten sind bis zum 25. Lebensjahr beitragsfrei über ihre Eltern versichert, solange sie nicht mehr als 400 Euro im Monat selbst verdienen“, erläutert Vorsorgeexperte Frank Lies von Delta Lloyd.
Um sich gegen Ersatzansprüche bei verursachten Schäden zu wappnen, ist eine private Haftpflichtversicherung unumgänglich. „Allerdings sind Azubis und Studenten bis Ende ihrer Erstausbildung meist über die Eltern mitversichert. Ein Blick in die Familienpolice sorgt hier für Klarheit“, sagt Lies.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist besonders für junge Menschen ein Muss. Denn der gesetzliche Schutz umfasst für jüngere Jahrgänge nur noch eine Erwerbsunfähigkeitsrente und auch diese gibt es erst nach fünf Beitragsjahren. Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung in jungen Jahren und bei guter Gesundheit abschließt, zahlt zudem vergleichsweise geringe Beiträge. „Der Vertrag sollte unbedingt eine Nachversicherungsgarantie enthalten. So kann die Versicherungsleistung später ohne erneute Gesundheitsprüfung entsprechend der Lebenssituation erhöht werden,“ rät Lies.
Vermögenswirksame Leistungen und Riester für Altersvorsorge nutzen
Wenn das Geld reicht, sollten junge Menschen die ersten Grundlagen für ihre Altersvorsorge schaffen. „Dabei empfiehlt es sich, zunächst auf Produkte zu setzen, die staatlich gefördert werden. Hierbei bieten sich vor allem Vermögenswirksame Leistungen und die Riester-Rente an“, so Lies. Die Vermögenswirksamen Leistungen werden je nach Branche und Unternehmen in unterschiedlicher Höhe gezahlt. Hinzu kommt eine jährliche staatliche Förderung von bis zu 72 Euro. Anlageformen sind die betriebliche Altersvorsorge sowie Bausparverträge, Bank- oder Aktiensparpläne.
Bei der Riester-Rente winken Zulagen von 154 Euro pro Jahr, wenn vier Prozent des Vorjahreseinkommens in einen Vertrag eingezahlt werden. Besonderer Bonus für junge Sparer: Sie erhalten einmalig 200 Euro Prämie, wenn sie bei Vertragsabschluss unter 25 Jahre alt sind. Eine Police können Azubis und Studenten jederzeit abschließen. Die jährlichen Prämien erhalten sie aber nur, wenn sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Studenten können dazu beispielsweise bei einem 400-Euro-Nebenjob auf ihre Versicherungsfreiheit verzichten. Riester-Sparer können zwischen klassischer und fondsgebundener Rentenversicherung, Banksparplan und Fondssparplan wählen. (Quelle: Delta Lloyd)