Schlagwort-Archiv: Krankenversicherung

Befreiung von Schulden in der Krankenversicherung

“Viele Versicherte, die mit einem hohen Beitragsrückstand bei ihrer Kasse in der Kreide stehen und auf einen finanziellen Neuanfang hoffen, hängen in der Luft, weil ihre Anträge nicht bearbeitet werden”, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW: “Ohnehin haben bislang auch nur wenige Nichtversicherte, denen der Erlass fünf Monate lang – bis zum 31. Dezember letzten Jahres – eine schuldenfreie Rückkehr in eine Krankenkasse garantierte, innerhalb dieser kurzen Frist den Weg zurück in die Krankenversicherung gefunden. “Damit wurde das Ziel des Gesetzes, säumigen Zahlern und Nichtversicherten die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse zu erleichtern, gehörig verfehlt”, bilanziert die Verbraucherzentrale NRW. Weiterlesen

Private Krankenversicherung zu teuer – Tarifwechsel möglich

Für manchen wird die Private Krankenversicherung zu teuer. Welche Möglichkeiten gibt es, die Beiträge zu reduzieren? Eine Möglichkeit besteht darin, den Selbstbehalt zu erhöhen oder in einen Tarif mit stark abgeschwächten Leistungen zu wechseln.


Es gibt aber auch einen anderen Lösungsweg!

Jeder Versicherte kann innerhalb der Krankenversicherung auch in einen neuen günstigeren Tarif wechseln – und das ohne erneute Gesundheitsprüfung!

Die privaten Krankenversicherer bewerben diese Möglichkeit jedoch nicht und erfahrungsgemäß benötigen Traifwechsler professionelle Hilfestellung, damit sie nicht vom Regen in die Traufe geraten.

Experten mit langjähriger Erfahrung und Insiderwissen helfen, damit die Private Krankenversicherung wieder bezahlbar wird und teilweise mehrere tausend Euro eingespart werden können.

Sie benötigen Hilfe? Das Team um Dr. Winter hilft Ihnen weiter. Rufen Sie einfach an: 0721 / 605 4436 (bundesweit).

Weitere Informationen:

Debeka und Deutsche Verwaltungs- Gewerkschaft lehnen Pläne einer Bürgerversicherung entschieden ab

Die Pläne der SPD und der Grünen, eine einheitliche Bürgerversicherung einzuführen, werden sowohl von der Debeka, Deutschlands größter privater Krankenversicherung, als auch von der Deutschen Verwaltungs-Gewerkschaft (DVG), entschieden abgelehnt.

Uwe Laue, der Vorstandsvorsitzende der Debeka, erläutert zu den Hintergründen: “Es wird Zeit, dass die auf den ersten Blick so gerechte und solidarische Bürgerversicherung als das entlarvt wird, was sie ist, nämlich eine Sackgasse, die das deutsche Gesundheitssystem nur noch tiefer in die roten Zahlen manövrieren würde. Eine Einbeziehung von Beamten und anderen Privatversicherten in die Bürgerversicherung würde kein einziges Problem der GKV lösen. Es ist naiv zu glauben, man könne ein chronisch defizitäres System dadurch retten, dass man die Basis seiner Versicherten verbreitert. Ein untergehendes Boot kann man auch nicht retten, indem man weitere Menschen hineinsetzt, die zwar vorübergehend rudern, aber letztlich das Boot durch ihr Gewicht nur noch schneller untergehen lassen. Wenn die Problematik einmal ohne ideologische Scheuklappen betrachtet wird, ist augenscheinlich, dass ein Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung systemstabilisierende Wirkung hat, weil zumindest die privat Krankenversicherten durch den Aufbau von Alterungsrückstellungen Vorsorge für ihr Alter treffen. Konsequenterweise müsste man vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung mehr Menschen die Möglichkeit geben, sich privat krankenzuversichern, als sie in ein Einheitssystem zu zwingen. Wohin das führt, zeigt der Blick nach Großbritannien. Ohne funktionierenden Wettbewerb entscheidet letztlich die Kassenlage, ob eine Behandlung wirtschaftlich vertretbar ist oder nicht. Wer eine Bürgerversicherung will, muss auch mit solchen Entwicklungen rechnen.”

Der Bundesvorstand der DVG räumt einmütig mit bekannten Vorurteilen auf: “Das System der Beihilfe hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt. Es gibt keinen vernünftigen Grund, Beamte zu Zwangsmitgliedern einer Bürgerversicherung zu machen.”

Die DVG wendet sich auch gegen politische Bestrebungen, das bewährte Beihilfesystem durch ein Diktat des Rotstifts auszuhöhlen und “sturmreif für eine feindliche Übernahme durch eine Bürgerversicherung zu schießen”. Modellrechnungen haben ergeben, dass die Umsetzung solcher Pläne zu erheblichen Mehrbelastungen insbesondere für die Pensionär führen würde. (Quelle: Debeka)

BaFin: Provisionen privater Krankenversicherer dürfen nicht zu hoch sein

Die Entwicklung der Provisionen, die private Krankenversicherer Vermittlern und Maklern zahlen, betrachtet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit Sorge. Die BaFin kritisiert, dass die durchschnittliche Höhe der Abschlussprovisionen in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen sei.

Die BaFin betont, dass die Vorstände der Versicherungsunternehmen ihren Kunden gegenüber in der Verantwortung stehen. Sie hätten dafür Sorge zu tragen, dass die Abschlusskosten einen angemessenen Rahmen nicht überschreiten. Die BaFin weist darauf hin, dass die Geschäftsleiter der Versicherungsunternehmen dieser Verantwortung nicht gerecht werden, wenn sie mit Vermittlern und Maklern zusammenarbeiten, die offensichtlich aus Profitstreben die Qualität der Beratung vernachlässigen.

Die BaFin hat festgestellt, dass die Provisionszahlungen seit einiger Zeit in Einzelfällen weit über dem Durchschnitt liegen. Zudem würden Vermittler oft Kunden in den ersten Jahren eines Versicherungsverhältnisses abwerben, um zusätzliche Provisionen zu erzielen. Beides laufe den Interessen der Versichertengemeinschaft und der einzelnen Kunden zuwider. Diese müssten schließlich die Provisionen über die Versicherungsprämie finanzieren.

Die BaFin unterstreicht, dass es Aufgabe der Geschäftsleitung sei, die Organisation des Vertriebs in das Risikomanagement des Versicherers einzubeziehen. Nur so könnten die Unternehmen Fehlentwicklungen im Vertrieb frühzeitig erkennen oder ihnen entgegenwirken. Bei örtlichen Prüfungen wird die BaFin verstärkt darauf achten, ob das Risikomanagement der Versicherer auch in diesem Bereich angemessen ist. Für die Fälle einer frühzeitigen Vertragsstornierung wird die BaFin darauf hinwirken, dass die Versicherer mit dem Vermittler eine Rückforderung der Provision in ausreichender Höhe vereinbaren. Damit soll Vermittlern der Anreiz genommen werden, nur im eigenen finanziellen Interesse einem Kunden zu empfehlen, zu einem anderen Versicherer zu wechseln. In Fällen, in denen der BaFin Anzeichen für Fehlentwicklungen bekannt werden, wird sie der Sache durch Sonderprüfungen auf den Grund gehen. (Quelle: BaFin)

Ratgeber Private Krankenversicherung ->

Die Private Krankenversicherung steht zum Aufbau einer ergänzenden, kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung bereit

Anlässlich der PKV-Jahrestagung 2011 erklärt der Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Reinhold Schulte: „Die PKV hat das Thema Pflege zum Schwerpunkt ihrer Jahrestagung 2011 gemacht. Wir wollen damit auf den großen politischen Handlungsdruck hinweisen: Angesichts der Alterung unserer Bevölkerung ist zusätzliche Vorsorge unabweisbar nötig. Noch ist es früh genug, um in die ergänzende Kapitaldeckung einzusteigen – so, wie im Koalitionsvertrag von Union und FDP vorgesehen. Weiterlesen

Auslandsreise-Krankenversicherungen: Bedingungen verbessert, 7 „sehr gute“ Tarife

Jahrelange Forderungen von Finanztest nach besserem Krankenversicherungsschutz für Urlauber haben gewirkt. Einige Unternehmen haben die Bedingungen für die Kunden deutlich verbessert. 7 von 46 Versicherungen schneiden deshalb im Test „sehr gut“ ab, 24 „gut“, nur noch 4 sind „ausreichend“. „Sehr guten“ Reiseschutz bekommt man schon für unter 10 Euro im Jahr, Familien müssen nicht mehr als 17,80 Euro zahlen.

„Sehr gut“ sind zum Teil unterschiedliche Tarife der Versicherer Ergo, DFV, Hanse-Merkur, Huk-Coburg und UKV. Der Versicherer ADAC, für unzureichende Bedingungen oft kritisiert, hat alle Reisetarife komplett überarbeitet und bietet jetzt „guten“ Schutz an. Er zahlt nun zum Beispiel unbegrenzt, solange ein Patient im Ausland im Krankenhaus liegt. Fast alle Unternehmen haben jetzt auch Tarife ohne Selbstbehalt und viele bieten kundenfreundlichere Regeln für den Krankenrücktransport nach Hause an.

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sind zwar schon innerhalb der Europäischen Union versichert und in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, wie die Schweiz oder die Türkei. Für Zusatzkosten aber kommen die Krankenkassen nicht auf. Für Reisen nach Nord- oder Südamerika, Afrika oder Australien ist eine zusätzliche Krankenversicherung sogar unerlässlich. Für einen Krankenhausaufenthalt können schnell Tausende von Dollars zusammenkommen, ein Rückflug von Thailand nach Deutschland im Ambulanzjet kann 75.000 Euro kosten. (Quelle: Finanztest)