Steuerzahlerbund fürchtet hohe Neuverschuldung

Der Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt) rechnet damit, dass die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen in diesem Jahr so stark anstiegen wie nie zuvor. Nach aktuellen Berechnungen erhöht sich die Verschuldung um 4,48 Euro pro Sekunde.

Als Schuldentreiber Nummer 1 hat der BdSt erneut den Bund diagnostiziert: So sollen im laufenden Jahr neue Kredite in Höhe von über 100 Mrd. Euro aufgenommen werden. Allein für den Kernhaushalt würden 85,8 Mrd. Euro benötigt. Bei den Ländern gebe es deutliche Unterschiede: Während etwa Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ohne neue Schulden auskommen wollten, verantworte Nordrhein-Westfalen mit 6,6 Mrd. die höchste Nettokreditaufnahme aller Bundesländer.

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, forderte einen strikten Sparkurs in allen öffentlichen Haushalten. “Die im Koalitionsvertrag angekündigte durchgreifende Konsolidierung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden”, sagte Däke. Es könnten jährlich Milliarden Euro eingespart werden. Der BdSt hat eine Einsparliste vorgelegt, nach der jährlich 24 Mrd. Euro gespart werden könnten. (Quelle: Zurich Versicherungen)

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