Neue Regelungen beim Kindergeld

Kinder dürfen ab 2012 unbegrenzt hinzu verdienen, ohne dass der Kindergeldanspruch und die Kinderfreibeträge entfallen: Die Einkommensgrenze von 8.004 Euro, die bisher für volljährige Kinder galt, gibt es nicht mehr.

Eltern müssen im Kindergeldantrag und auch in der Einkommensteuererklärung die Einkünfte und Bezüge ihrer volljährigen Kinder nicht mehr ermitteln und angeben.

Familienkasse und Finanzamt verzichten auf eine Einkommensprüfung, wenn sie das Kindergeld festsetzen oder steuerlich berücksichtigen. Dies gilt für volljährige Kinder, die sich in der Ausbildung befinden, studieren, auf einen Ausbildungsplatz warten oder ein soziales oder freiwilliges Jahr leisten.

Die Kinderförderung entfällt nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausübung, eines Erststudiums und in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten. Er entfällt auch, wenn eine Berufsausbildung nicht begonnen oder fortgesetzt werden kann, weil kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht. Problemlos ist, wenn die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit unter 20 Stunden beträgt.

Der Aufwand für Nachweise und Prüfungen für Familien und Finanzämter verringert sich beträchtlich. Für Eltern von Kindern mit Erwerbseinkommen ist der Wegfall der Einkommensgrenze ein großer Vorteil. Davon profitieren insbesondere Eltern, deren Kinder hohe Einkünfte aus Geldanlagen oder Vermietungen erzielen. (Quelle: LVM)

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