Baumangel von der Steuer absetzbar?

Ein Baumangel ist für Grundeigentümer immer ein Ärgernis. Zum einen, weil vielfach die Immobilie wegen Schäden und Renovierung nicht vollständig genutzt werden kann und zum anderen, weil die Instandsetzung selbst natürlich Geld kostet. Wie schön wäre es dann, wenn man diese zum Teil sehr hohen Kosten von der Steuer absetzen könnte – als außergewöhnliche Belastung. Aber geht das überhaupt? In aller Regel leider nicht – wie ein Urteil des Bundesfinanzhofes bestätigte.

Im verhandelten Fall hatte ein Grundeigentümer einen Altbau gekauft, um darin zu wohnen. Weil das Dach des Anbaus jedoch instabil war, drohte der Einsturz. Es folgten aufwendige Sanierungsarbeiten, die der Bauherr als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen wollte. Doch das Finanzamt spielte nicht mit: Diese Schäden seien keine außergewöhnlichen Belastungen wie es beispielsweise Zerstörungen durch ein Hochwasser sind. Vor dem Bundesfinanzhof klagte der Hauseigentümer weiter – doch dieser gab dem Finanzamt Recht, weil es sich der Unterscheidung zwischen gewöhnlichen und ungewöhnlichen Belastungen des Klägers nicht anschließen konnte (Bundesfinanzhof AZ VI B 140/08). (Quelle: Grundeigentümer; Grundeigentümer Insider)

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